Januar 2026: Wenn Kunst auf Wissenschaft trifft
Bild: Sophie Hache - HEAD ©
Krebsforschung visuell erzählt
Eine Studie unter der Leitung von Prof. Bourquin wurde im Rahmen des Projekts „Art and Science“ vorgestellt. Dieses Projekt wird gemeinsam von der Fakultät für Naturwissenschaften der Universität Genf und der Genfer Hochschule für Kunst und Design (HEAD) organisiert. Ziel ist es, komplexe wissenschaftliche Themen in anschauliche Bilder zu übersetzen und damit ein breites, vielfältiges Publikum anzusprechen.
Im Rahmen der Zusammenarbeit stellte Eloise Dupuychaffray, damals Doktorandin im Labor von Prof. Bourquin, ihre Forschung den Studierenden der HEAD vor. Die Studierenden wurden eingeladen, kreative künstlerische Interpretationen zu entwickeln. Die wissenschaftliche Studie zeigt, dass Fettleibigkeit zwar ein Risikofaktor für Krebs ist, paradoxerweise jedoch bei Männern mit Melanom die Wirksamkeit der Krebsimmuntherapie erhöhen kann. Mithilfe von Laborversuchen und klinischen Daten fanden die Forschenden heraus, dass eine erhöhte Östrogenproduktion im Fettgewebe übergewichtiger Männer mit einer verbesserten Immuntherapie-Antwort assoziiert ist.
Zur visuellen Umsetzung dieser Ergebnisse entwickelte Sophie Hache, Studentin an der HEAD, eine narrative Illustration. Sie führt die Betrachter:innen von der Östrogenproduktion im Fettgewebe über die Aktivierung von Immunzellen bis hin zur Zerstörung von Krebszellen. Die Zeichnung ergänzt eine allgemeinverständliche Zusammenfassung der Studie, die in "The Science Breaker" veröffentlicht wurde und die Forschung einem breiten Publikum zugänglich macht.