Ein zentrales Forschungsthema befasst sich damit, wie onkogenes KRAS-Signaling mit dem Lipidstoffwechsel verknüpft ist, um sowohl tumorzell-intrinsische Programme als auch die Umgestaltung der Mikroumgebung zu koordinieren. Die Gruppe konnte zeigen, dass zentrale Signalknoten wie ACSL3, PI3Kδ und PLCγ1 eine entscheidende Rolle bei der Regulation der Fibroblastenaktivierung, der Ablagerung extrazellulärer Matrix sowie der Infiltration von Immunzellen spielen und damit Desmoplasie und Immunflucht über verschiedene Tumorentitäten hinweg beeinflussen. Diese Arbeiten basieren auf genetisch veränderten Mausmodellen, orthotopen Modellsystemen sowie humanen Tumorproben und werden durch hochdimensionale Technologien wie Imaging-Mass-Cytometrie, multiplexe Zytokinanalysen sowie räumliche Transkriptomik und Lipidomik ergänzt. Durch die Kombination pharmakologischer Interventionen mit räumlichen und funktionellen Analysen von Tumorzellen und der TME zielt die Forschung darauf ab, therapeutisch nutzbare Angriffspunkte zu identifizieren und rationale Kombinationstherapien zu entwickeln.
Parallel dazu verfolgt das Labor eine starke translationale Ausrichtung, indem patientenabgeleitetes Material und interdisziplinäre Kooperationen integriert werden, um mechanistische Erkenntnisse mit der Entwicklung neuer Therapiestrategien zu verknüpfen. Insgesamt liefert die Arbeit der Gruppe wichtige Einblicke darin, wie tumorintrinsische und mikroumgebungsabhängige Prozesse zusammenwirken, um die Malignität aufrechtzuerhalten und die Wirksamkeit von Therapien bei KRAS-getriebenen Tumoren zu begrenzen.